Unser Herbstprogramm 2015

9783819609947_frontcoverA.NOA: Blutsspuren.

Roman gegen das Vergessen, Bochum 2015, ISBN 978-3-8196-0994-9, kart. 352 S. Taschenbuch 19 x 12 cm. € 17,90

ebookAuch ala ebook erschienen € 7,99   Kindle Ausgabe € 7,99

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Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz, rechtsradikale und neonazistische Strömungen, nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa. EINE ZUKUNFTSVISION?

In David Grosjohanns Familie wurde das Thema Nationalsozialismus und Holocaust stets totgeschwiegen. Nach dem Tod seines vermeintlichen Vaters erfährt er die Wahrheit über seine Herkunft. Seine Mutter eröffnet ihm, dass er in Wirklichkeit jüdischer Abstammung ist und sein echter Vater einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg nach Israel auswanderte.So macht David sich auf die Suche. Die Spur führt ihn nach Südamerika, wo er die Tagebücher seines Vaters findet. Sie erzählen die Geschichte des Juden Samuel Malchin, dessen Familie von den Nazis ins Warschauer Ghetto deportiert und anschließend im KZ Treblinka umgebracht worden war.Gefesselt vom grausamen Schicksal seiner Familie und Millionen anderer Menschen, erzählt David die Geschichte des Juden Samuel, der wie durch ein Wunder die Wirren des Krieges und den Holocaust überlebt und gemeinsam mit einer Kinderbande in den Trümmern Berlins aufwächst. Nach einer Ausbildung des israelischen Geheimdienstes macht Samuel sich, getrieben vom Hass
auf die Nazis, in Südamerika auf die Suche nach geflüchteten NSVerbrechern. Dort stößt er auf ein funktionierendes Nazi-Netzwerk, das mit Hilfe von Raubgeld ein engmaschiges Netz aus verbrecherischen
Machenschaften aufgebaut hat. David Grosjohann findet auf seiner Reise durch die Jahrzehnte die erschütternde Realität, dass Intoleranz, Fremdenhass und Nazismus, selbst 70 Jahre nach Ende des Krieges immer noch vorhanden sind und die Menschheit aus der Historie offenbarimmer noch nichts gelernt hat.

„Ein packender Thriller um Nazi- Vergangenheit und Gegenwart, ein spannender Unterhaltungsroman gegen das Vergessen!“

Uwe Slodowski ( A. NOA) *1958. Der geborene Schwabe wuchs im Ruhrgebiet auf, nach einer Ausbildung zum Verlagskaufmann und einem Studium der Betriebswirtschaftslehre, arbeitete er jahrelang als selbstständiger Unternehmensberater mit dem Schwerpunkt Gastronomie. Er entwickelte eine Vielzahl gastronomischer Konzepte, die er auch teilweise selbst betrieb. Sein erstes Buch „Faulspiel“, ein Roman mit dem Thema Manipulation beim Fussball, publizierte er 2011 unter dem Pseudonym A.NOA. Er arbeitet heute als freier Schriftsteller und lebt im Sauerland.

Zellrt_gültigZeller, Michael: FALSCHSPIELER

Roman, 2. überarb., erstmals unter dem Autorennamen ersch. Ausg., Bochum 2015, ISBN 978-3-8196-1000-4, kart. (Klappenbroschur) 21 x 14,5 cm. 272 S € 19,90

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Der Skandal:

Es ist der größte Literaturskandal, der sich jemals in der Bundesrepublik zugetragen hat: Im Jahr 1952 erscheint ein schmaler Gedichtband unter dem Titel „Ich schreibe mein Herz in den Staub der Straße“. Der angebliche Autor: George Forestier, Fremdenlegionär in Indochina, ein Jahr zuvor bei den Kämpfen verschollen. Die Gedichte sollen sein Vermächtnis sein. Der Coup gelingt. Das Buch wird zur literarischen Sensation des Jahres und fährt traumhafte Auflagen ein. Doch einen George Forestier hat es nie gegeben …  Als der Schwindel auffliegt, steht der gesamte literarische Betrieb des Landes blamiert vor aller Welt: Verleger wie Lektoren, die Fachkritik vor allem. Auch der berühmte Dichter Gottfried Benn hatte seine Finger darin stecken. Ein äußerst peinlicher Augenblick der Branche, der bis heute die Frage wachhält: Sieht so die Wirklichkeit unsres Verlagswesens aus?

Der Roman:

Angelehnt an den  genau aufgerollten Betrugsfall Forestier erfindet der Autor Michael Zeller eine einfallsreiche, komplexe Erzählung, getragen von den unvergesslichen Charakteren dreier Schriftsteller-Typen, FALSCHSPIELER jeder auf seine Weise. Um sie und ihre Frauen entfaltet sich ein lebendiges Panorama der deutschen Gesellschaft, von den Nachkriegsjahren  bis in unsere Gegenwart hinein. Die Leidenschaften schlagen hohe Wellen in diesem brisanten Spiel um Original und Fälschung, um Geld und Ruhm.

Porträt1145Michael Zeller, ein Wanderer zwischen den Welten, wurde kurz vor Kriegsende in Breslau geboren, dem heutigen Wroclaw/Polen. Nach einer akademischen Laufbahn (mit Habilitation) verlässt er 1982 die Universität, um als freier Schriftsteller zu leben. In den dreißig Jahren seither hat er ein umfangreiches und vielschichtiges Werk geschaffen, das mehrfach ausgezeichnet wurde.  Zuletzt, 2014, erschien die Erzählung„BruderTod“ (im Universitätsverlag Brockmeyer).

FALSCHSPIELER ist sein achter Roman.

Michael Zeller lebt seit längerem in Wuppertal.

9783819609992_frontcoverBenyoëtz, E: Auch Kürze hat ihre Maßlosigkeit – Spicker/Wilbert Deutschsprachige jüdische Aphoristik.

(DAphA-Sonderedition) Bochum 215, ISBN 978-3-8196-0999-2, kart. 21 x 21 cm. 110 S. 2 farbige Zeichnungen von Metavel. € 12,90

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Die Lesung von Elazar Benyoetz am 11. 3. 2015 – und der literarische Vortragsabend im Dialog von Friedemann Spicker und Jürgen Wilbert über „Jüdische Aphoristiker“ am 25. 2. 2015 fanden im Rahmen der Jüdischen Kulturtage 2015 statt. Diese wurden unter dem Leitthema „angekommen – jüdisches (er)leben“ im Rheinland durchgeführt. Diese Publikation möchte die Projektergebnisse einem breiteren Publikum zugänglich machen.

Benyoetz_Foto_FestschriftVorwort Unterwegs

‚So lange man glaubt, mit einem Problem fertig werden zu müssen, ist Erledigtes nicht denkbar‘

Das ist ein Grundproblem der Philosophie, weil man auf philosophischem Wege auch mit dem Erledigten nicht fertig wird. Mehr als andere schriftlich festgelegte Formen eignet sich der Aphorismus dazu, mit Erledigtem fertig zu werden. Nicht, dass er das Problem löste, doch er vermag es auf die sichtbare Spitze zu treiben oder ihm die Spitze zu nehmen. Es sieht dann wie erledigt aus und klingt nur wie ein knapper Seufzer.In einem Leben, das sein Ende nehmen muss, kann nichts erledigt werden.

Gehört dies nun zum Thema Aphorismus? Ist Aphoristik ein Thema, eine literarische, für sich bestehende Gattung, eine Geistesart? Kommt sie in Betracht, ist sie Trachtgut oder Schmuckwort für Momente? So viele Fragen beschäftigten mich ein Leben lang, soll es am Ende die Aphoristik gewesen sein, die mich beschäftigte? Wieso, warum, wozu? Wollte ich denn Aphoristiker werden und nicht Dichter sein?

„Aphoristiker werden, um ein Leben lang Dichter bleiben zu können“, war die ferne Antwort, die ich nur nach und nach vernehmen konnte:ein Dichter auseinanderlaufender Zeilen

Mit Achtzig neigt man eher zum Plaudersack als zum Aphorismus, man will lieber von sich oder aus seinem Leben erzählen, um wenigstens im Rückblick etwas davon genossen zu haben. Diese Neigung hatte ich in mir gespürt und war bereit, ihr nachzugeben. Da überraschte mich die Vermutung, ich wäre mein  Leben lang mit Fragen der Aphoristik beschäftigt, es wäre also wiederum ein Versuch, mit Erledigtem fertig zu werden.

E.B.

QuadbeckQuadbeck-Seeger, Hans-Jürgen: K(l)eine Weisheiten

Vierzeiler, Bochum 2015, ISBN 978-3-8196-1006-6, geb. (Hardcover) 24 x 16 cm. (Querformat) 116 S. vierfarbig. € 12,90

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„Ein glücklicherZufall fügte es, dass ein Schulkamerad aus einer Familie kam, die mit Wilhelm Busch verwandt war. Sein Vater, im Krieg leider gefallen, hatte eine große Bibliothek, die auch alle Ausgaben der Werke von Wilhelm Busch enthielt. So konnte ich mir immer wieder ein Buch ausleihen und mit großem Vergnügen anschauen und lesen. Besonders hatten es mir die Vierzeiler im Kreuzreim angetan, mit denen der Dichter die meist komischen Lebenssituationen so treffend schildert. Meine Begegnung mit der Literatur begann also mit Wilhelm Busch. Diese frühe Zuneigung hat bis heute gehalten.
Schon als Student machte ich mir gelegentlich den Spaß, was mich freute oder ärgerte, worüber ich mich wunderte oder was mich erstaunte, in vier Zeilen zu fassen. So entstand über die Jahre ein rechtes Konvolut. Im Winter2014 /15 fasste ich Mut und ging an die Arbeit eine Auswahl zu veröffentlichen.“ (aus dem Vorw

p1249111_200Über den Autor:

Geboren 1939 in Insterburg (Ostpreußen).Nach der Flucht wuchs er in Verden (Aller) auf.In München studierte er Chemie, daneben Physiknund Anthropologie. Sein Berufsweg begann 1967 in der Forschung der BASF AG in Ludwigshafen. Er leitete von 1990–1997 die Forschungder BASF und engagierte sich  für Wissenschafts- und Bildungs-Politik. In der Amtsperiode 1994/95 war er Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh).

Im Ruhestand traten seine literarischen Interessen in den Vordergrund. Neben allgemein verständlichen Fachbüchern veröffentlichte er 1988 das erste Buch mit Aphorismen. Ihm sind das Sammeln und Schreiben von Aphorismen eine Herzensangelegenheit. Das Schreiben von Vierzeilern, angeregt von Wilhelm Busch, hat ihm sein Leben lang Freude gemacht. Mit K(l)eine Weisheiten outet und bekennt sich der Autor  zu der Neigung, seine Gedanken in Verse zu fassen.

Quadbeck 3‚Es irrt der Mensch, solang er lebt.
Es lebt der Mensch, solang er strebt.
Es strebt der Mensch, solang er irrt.
Am Ende ist der Mensch verwirrt.‘

Qtadbeck 2

9783819610073Linvers, Edith: Glück, du bist ein Zugvogel

 

Aphorismen und Gedichte. Illustrationen Manuela Dietrich, Bochum 2015, ISBN 978-3-8196-1007-3, kart. 15 x 10,5 cm. 90 S. € 9,90

Hier wieder eine Lesprobe dieses schönen Büchleins

„Es muss kein Bestseller sein, um einzelnen Worten mehr Gewicht zu geben.“

Das hält sich die Autorin E.L. in ihrem neuen Buch, das zu ihrem 75. Geburtstag erscheint, vor Augen.Dort, wo das Glück nicht gerade eine Heimat gefunden hat, wird es,wenn es sich vorübergehend niederlässt, umso stärker dankbar wahrgenommen. Durch Aphorismen und Gedichte wird der Leser zum Nachdenken gebracht. Man blättert, liest, stutzt, wird nachdenlich, bildet sich eine eigene Meinung. Bei E.L. ist man vor keiner Überraschung sicher, es ist ihr Wahrnehmen aus vielen Erfahrungen.

„Das Glück ist zu sensibel, um es mit Gewalt herauszufordern.“

Es ist nunmehr das 12. Buch der Autorin, es beschreibt die Bandbreite zwischenmenschlicher Beziehungen, Alltagssituationen, gesellschaftliche, politische Verhältnisse und weist uns darauf hin, dass das Leben endlich ist.

„Du musst nichts Großes hinterlassen, außer einer Bestätigung da gewesen zu sein“
…und am Ende des Daseins glückliche Stunden verbringen oder sich an sie zu erinnern.

Linvers (2)Edith Linvers geb. 1940 in Ostpreußen, lebt seit 1952 in Recklinghausen und war Verwaltungsangestellte im Kulturamt der Stadt, seit 1998 freie Schriftstellerin. Sie schreibt Lyrik und Kurzgeschichten, die bevorzugte Form ist der Aphorismus. Sie wurde u.a.mit dem Alfred Müller- Felsenburg Preis für „Aufrechte Literatur“ ausgezeichnet.

Manuela Dietrich hat wieder auch dieses  Buch illustriert.

‚Glück, du bist so selten, nicht greifbar,
lässt dich nicht festhalten.
Fliegst einfach, wohin es dir gefällt.
Manchmal, wenn du an
meine Tür klopfst, bewirte ich dich.
Wir verspeisen die letzten Reste.
Ich warte auf Nachschlag,
aber die Teller bleiben leer,
weil du einfach gegangen bist.
Du hast dich aus dem Staub gemacht,
ohne dich zu verabschieden,
Glück, du bist ein Zugvogel.‘

RosenkranzRosenkranz, Hermann: DIE NICHT GESTUNDETE ZEIT

Sprüche Richtung Deadline, Bochum 2015, ISBN 978-3-8196-1005-9, kart. 18,5 x 12 cm. 62 S. € 9,90

RSCN5676Hermann Rosenkranz, geboren 1932, vierzig Jahre Strafverteidiger in Düsseldorf, seit 2000 Ruhestand, aphoristisch aufgemuntert. Bereits bei uns erschienen: „Keine Zeile ohne meinen Anwalt“. Ein weiterer Aphorismenand erschien im Herbst 2011: „Die Lakonik des Mondes“ und 2012: „Der Sarkast und der Regenbogen“; 2013: Von wegen altersmild“ und 2014: „Letztes Aufbegehren“.

Schnupppertexte:

‚Je später das Leben, desto wacher die Sprüche.‘

‚Ich wollte reinen Tisch machen. Zuviel Brösel.‘

‚Für den Jüngsten Tag nehme ich mir eine Auszeit.‘

‚Ich bin Godot. Warten vergebens.‘

‚Ich lasse mich gehen; das schaff ich sogar ohne Rollator.‘

‚Spricht man mit sich, hört auch keiner zu.‘

‚Was ich hinter mir habe, ist dort gut aufgehoben.‘

‚Die Mehrdeutigkeit – für mich einen Deut zu viel.‘

 

 

 

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